Stop dem Spendensammel-Wahnsinn!

von kevinbrutschin

Lesenswerte aktuelle Beiträge (Oktober & November 2016): Australien: 65 Millionen Fr.-Sammelklage (60 Mio €) von unterbezahlten Spendenwerbenden gegen Spendenfirma & Schweiz: Was Non-Profit-Organisationen, die heute Face to Face-Sammelaktionen machen lassen, einst dazu gesagt haben & Deutschland: Grösster Übeltäter unter involvierten NPOs: Arbeiter-Samariter-Bund & Österreich: Die heikelsten Verflechtungen mit Politik (Teil 2)

 

Zu den wichtigsten Beiträgen geht’s H I E R 

(English posts, you can find H E R E)

 

David Cameron being stopped by a charity worker

Brexit-Abstimmung verloren, von Spendensammler belästigt: Es kann nicht mehr schlimmer werden (Englischer Ex-Premier David Cameron)

 

Sie sind zu einer weltweiten Seuche geworden: Spendensammeltruppen kommerzieller Sammelfirmen, die für Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, den WWF oder Amnesty International auf Strassen und vor Haustüren Mitgliedschaften anwerben (in den englischsprachigen Ländern nennt man sie „chuggers“; von charity = Wohltätigkeit und mugger = Strassenräuber, in Deutschland „Drücker“; da sie permanent emotionalen  Druck ausüben, in Österreich „Keiler“; laut Duden ein männliches Wildschwein und in der Schweiz benannte sie ein Magazin aus St. Gallen Anfang Jahr als „Wegelagerer“ – womit wir wieder bei den Strassenräubern gelandet sind).

Spendensammler für Entwicklungshilfeorganisation Oxfam (Cartoon aus England)

 

Obwohl der öffentliche Unmut inzwischen beängstigende Masse angenommen hat, halten die Hilfsorganisationen uneinsichtig und arrogant an der Zusammenarbeit fest. Dabei rentiert das Sammelsystem kaum noch, denn da immer weniger Leute mitmachen, verteuert sich die Methode ständig (bei weniger gut laufenden Aktionen geht inzwischen die erste, die zweite und auch noch ein Teil der dritten Jahresspende an die Sammelfirmen anstatt an die Hilfsorganisationen).

Spendenoverkill (Cartoon aus Deutschland)

 

Die Fundraisingagenturen versuchen zwar, die sinkenden Zusagen durch Aufschwatzen immer grösserer Spendenbeiträge wettzumachen, was aber nur dazu führt, dass die Leute dann weniger lang bei den Organisationen bleiben (so kann es vorkommen, dass 50% der neu gefundenen Spenderschaft ihre Mitgliedschaft bereits im ersten Jahr wieder kündigt): Sinnloser geht’s nicht mehr.

Charity crews are beggars for hire

New York-„chugger“: Offensichtlich noch „irrer“ als diejenigen bei uns 

 

Nicht zuletzt, da hier ja völlig ungerechtfertigt „Profit mit Non-Profit“ betrieben wird, d.h. die Sammelfirmen streichen nebst Fixlöhnen auch Gewinn ein, und verdienen sich damit eine goldene Nase.

Cathy Sullivan Bauso pictured leaving her North London home

Spendenfirmenbesitzerin mit 230’000 Fr.-Aston Martin („James Bond-Auto“) 

 

Es reicht!

Weitere empfohlene Beiträge: 16.9.2016:  Nun auch wissenschaftlich belegt: Zusammenarbeit mit  Spendensammelfirmen  schadet Glaubwürdigkeit von Hilfsorganisationen & aktualisierter Post zum aktuellen Kinohit American Honey“: Rückblick auf die Anfänge der weltweiten NGO-Drückerkolonnen-Plage

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