Spendenfirmenbesitzer hat’s zum Milliardär „gebracht“! (Post vom 24.10.2016)

von kevinbrutschin

Wieder mal was neues „Haarsträubendes“ aufgeschnappt: Bisher bin ich nämlich fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es Besitzer und Besitzerinnen von Face-to-Face Fundraising Unternehmen mit abgezweigtem Spendengeld „bloss“ zu Mulitmillionären, resp. -millionärinnen bringen können. Aber dass sich inzwischen sogar ein Milliardär darunter befindet, ist auch mir neu.

Spenden-Wegelagerer in England

 

Die Rede ist von Chris Niarchos. Dieser gründete in der zweiten Hälfte der 80-er Jahre in Australien ein Direktverkaufs- und Marketingunternehmen namens „The Cobra Group“. Dieses Firmenkonglomerat bringt zwar auch kommerzielle Produkte an den Mann, bzw. die Frau, aber das Fundraising für Non-Profit-Organisationen, insbesondere im Bereich des Face-to-Face (dessen „Door-to-Door“ Urmodell ja von der deutschen Wesser GmbH bereitgestellt wurde), ist ein absolutes Kerngeschäft der Cobra Group. So hat der betreffende Firmenzweig im Jahr 2011 auch einen eigenen Namen bekommen: Die „Appco Group“. Appco ist neben Australien auch noch auf drei anderen Kontinenten und momentan insgesamt in 29 Ländern präsent (allerdings nicht in den deutschsprachigen Ländern): In Amerika in den USA, Kanada und Brasilien; in Asien unter anderem in Hongkong, Japan und Indien und in Europa z.B. in England, Spanien und Italien. Es versteht sich von selbst, dass auch Appco auf Negativschlagzeilen abonniert ist. Die Appco-Klientel ist hochkarätig: In Asien bspw. WWF, Unicef, Médecins sans frontières (Ärzte ohne Grenzen) oder Save the children, in England unter anderem World Vision und Rotes Kreuz oder Greenpeace und SOS Kinderdorf in den USA.

Chris Niarchos-Photo von anonymem „Aufklärungsblog“        

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