Spendeneinbruch bei Strassenspendensammlungen: Hilfsorganisationen belügen Öffentlichkeit!

von kevinbrutschin

+++ Top News +++ GB-Umfrage (1.12.2016): Bringen Sie Spendensammelnde auf den Strassen davon ab, überhaupt noch zu spenden? +++ Top News +++

  1. Dez. 2016:

<p>Mal geht es um Kinder, mal um Tiere, mal um Plastikmüll: In der Innenstadt trifft man nahezu täglich auf professionelle Werber von Agenturen, die von den Hilfsorganisationen beauftragt wurden. Die meisten von ihnen sind Studenten. <em>Bild: Sabine</em><em>Wienrich</em></p>

Christliche Hilfsorganisation „World Vision“: Was wohl der Gottes Sohn zu solchen Aktionen sagen würde?

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In den letzten drei Medienbeiträgen in Deutschland, wo ich als Experte Red und Antwort gestanden bin, hat sich vor allem eine, scheinbar „ominöse“ Feststellung meinerseits herauskristallisiert. Nämlich die Aussage, dass die Verkaufszahlen im Face-to-Face Fundraising (Haustür- und Strassenspendensammlungen) massiv zurückgegangen sind, d.h. die Aktionen kaum noch rentieren, bzw. kaum noch etwas vom Spendergeld bei den Hilfsorganisationen ankommtDie Feststellung scheint nämlich nur ominös, weil im Speziellen World Vision im betreffenden Beitrag von „Der Westen“ krasseste Falschaussagen macht: «“Grundsätzlich ist es schon deutlich schwieriger geworden, Spender zu finden, im Dialog-Marketing allerdings nicht“, erklärt Iris Manne von „World Vision“.» Ich habe ja international eigentlich schon genügend Belege für die Richtigkeit meiner Aussagen gesammelt. Mir ist aber wichtig, noch spezifische Zahlen zu Deutschland nachzuliefern (World Vision ist übrigens bei der Agentur DialogDirect von Franz Wissmann unter Vertrag). Es gibt ausserdem ein Wort für Verantwortliche, welche solch unwahrheitgemässe Aussagen machen – speziell, wenn sie im Hilfsorganisationsbereich tätig sind, wo Moral und Ethik EIGENTLICH eine viel grössere Bedeutung spielen als z.B. in der Wirtschaft oder in der Politik: Charakterlumpen.

Hier die Angaben zur Anzahl Abschlüssen von Sammelnden pro Tag, aus „Handbuch Fundraising“ von Maria Haibach, Erstveröffentlichung 1998: „…Bei der Standwerbung liegt die Zahl der Abschlüsse pro Werber pro Tag zwischen fünf bis maximal zehn… «Die Grundfrage», so Franz Wissmann, «ist, wie man die Dialoger und Dialogerinnen motiviert bekommt, intrinsisch oder extrinsisch – mit materiellen oder immateriellen Anreizen. Beides funktioniert. Ziel ist das bestmögliche Ergebnis.»…“

Und hier die Angaben aus dem „Fundraiser Magazin“-Artikel „Face-to-Face Fundraising: Mit Konzept zur Kampagne“ von Paul Stadelhofer, Ausgabe 4/2013: „…Wie eine solche Face-to-Face-Kampagne konzipiert wird, weiss Franz Wissmann… Da Studenten hierfür am meisten Flexibilität und Elan bieten, bilden sie die Mehrheit der von Franz Wissmann eingesetzten Dialoger. Bis zu 200 Kontakte hat jeder von ihnen pro Tag, sagt Franz Wissmann. «Daraus entstehen im Schnitt 50 Gespräche, 10  bis 20 ernsthafte Dialoge und zwischen 3 und 5 Spendenzusagen.»…“

Zusammengefasst: 1998 fand eine sammelnde Person im Schnitt damit ziemlich genau 7.5 Neuspendende, während es 2013 nur noch 4 waren. Meine Aussage in der WAZ, die einen noch leicht grösseren Zeitraum umfasst (d.h. die Zahlen sind sicherlich noch etwas zu dehnen): Während ein Dialoger laut Brutschin vor 20 Jahren noch rund acht Spender pro Tag anwerben konnte, seien es heute bloß noch zwei bis vier.“ kann also „nicht so unglaublich viel“ falsch sein, um es mal spasseshalber vorsichtig zu formulieren (genauer gesagt sind es bei einigen Agenturen sogar nur noch zwei bis drei).

PS: World Vision ist ja eine christliche Hilfsorganisation. Da empfiehlt sich auch ein Blick in meinen Post, was die christliche Ethik zu solchen Sammelzusammenarbeiten meint.

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