Warum jedermann- und -frau, die sich über Spendensammlungen vor Haustür/auf der Strasse aufregt, Strafanzeige machen müsste (26.7.2017)

von kevinbrutschin

Vermeintlicher Spendensammler des „Arbeiter-Samariter-Bundes“

Wieviele Bürger und Bürgerinnen nerven sich eigentlich inzwischen über die Nonstop-Spendesammelaktionen auf der Strasse/vor ihrer Haustüre? Und vor allem: Wieviele sind den aufdringlichen Wohltätigkeits-Räubern und -Räuberinnen eigentlich schon auf den Leim gegangen? Trotzdem bleiben die Behörden in den meisten Fällen passiv. Es bleibt also nichts anderes übrig, als selbst die Initiative zu ergreifen. Nur wie geht man am besten dabei vor? Vielen Menschen ist nicht klar, dass – obwohl von mir und auch schon von anderen Medien zigmal erwähnt – solche Spendenkampagnen rechtlich auf mehr als wackligen Beinen stehen. Wobei hier ausdrücklich diejenigen gemeint sind, die von Sammelfirmen (Fundraisingagenturen) im Namen der Hilfsorganisationen (z.B. Rotes Kreuz, der WWF in Deutschland und der Schweiz, der Arbeiter-Samariter-Bund in Deutschland, die Caritas in der Schweiz, und so weiter und so fort) durchgeführt werden. Das ist aber bei den meisten Aktionen auf der Strasse/vor Haustüren der Fall! Das (rechtliche) Problem: Bei den Aktionen wird der Eindruck erweckt, als würden sie von den Hilfsorganisationen selbst durchgeführt. Dabei sind es ja eben Sammelfirmen,  denen es gar nicht um den guten Zweck geht, sondern im Gegenteil nicht nur um Aufwanddeckung, bwz. einfache Löhne, sondern zusätzlich um mit Spendengeld bezahlten Profit. Aus irgendeinem Grund heisst es nun aber bekanntlich „Non-Profit-Sektor“; da Gewinn sich im gemeinnützigen Bereich nicht rechtfertigen lässt. Die Agenturen verrechnen sich also ungerechtfertigterweise Überschüsse, bzw. eben „Gewinn“ für die eigene Tasche – der ja vor allem an das Management und vor allem die Besitzer und Besitzerinnen ausgezahlt werden wird. So ist der Oberboss von „Appco“, der neben den „DialogDirect“-Netzwerken grössten Face to Face-Fundraisingagentur der Welt, z.B. Milliardär geworden – mit Spendengeld, wie gesagt.

Als Angesprochene/r wird man demzufolge irregeführt, was letztendlich zur Mitgliedschaft führt. Es hat sich nämlich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Mehrzahl der Leute gar nicht mitmachen würde, wenn diese zuvor korrekt über das Arbeitsverhältnis, bzw. die Tatsache, dass hier eben kommerzielle Werbefirmen am Werk sind, informiert worden wären. Da es sich in diesem Sinn mutmasslich um „arglistige Täuschung“ handelt, welche zu den Betrugsformen zählt, kann jedermann und -frau KOSTENLOS Strafanzeige bei örtlicher Polizei oder Staatsanwaltschaft einreichen (teilweise geht das sogar übers Internet mittels „E-Governing“), und zwar wie gesagt wegen „Betrugs“ aufgrund „arglistiger Täuschung“.

 

 

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